Kritik der Taunuszeitung Bad Homburg vom 27.3.2024

Kritik der Bad Homburger Woche vom 21.12.2023

Artikel in der Bad Homburger Woche vom 7.12.2023

Kritik der Bad Homburger Woche vom 23.11.1923

Die "Taunuszeitung" schrieb am 23.9.23:

Der Untertitel klingt finster. „Wie töte ich meinen Regisseur“ steht auf den Plakaten unter der Ankündigung des Theaterstücks „Tee mit Zimt“. Damit scheint das Wichtigste gesagt über die Kriminalkomödie von Lars Lienen, die in der Volksbühne Bad Homburg jüngst dreimal aufgeführt worden ist. Oder liegen die Dinge bei der Inszenierung von Anja Vollrath-Kühne doch ganz anders? „Ein, zwei Patzer sollten sein“, sagt die Regisseurin vor der Generalprobe. Prompt gibt es ein paar kleinere technische Probleme, die aber schnell gelöst werden: Einer gelungenen Premiere steht nichts mehr im Wege. Wie erwartet und gehofft gehen Premiere und weitere Aufführungen ohne Komplikationen über die Bühne, alles klappt wie am Schnürchen: Der Text sitzt, die Einsätze passen. Die Schauspielerinnen und Schauspieler sind konzentriert bei der Sache. 

Das ist auch nötig bei der komplizierten Geschichte. Gegeben wird ein Stück im Stück. Das Publikum erlebt die Ensemblemitglieder des Theaters „Chapilton upon Sea“, die für ihre neue Aufführung proben. Die biestige Regisseurin Louise macht mit ihrer tyrannischen Art allen das Leben schwer, schreibt in letzter Minute Szenen um und versucht, den anderen klarzumachen, dass nur sie weiß, wo es langgeht. „Ihr müsst meine Vorstellungen nicht verstehen, Ihr müsst sie nur umsetzen“, weist sie die Schauspieler ein. Linda bekämpft ihre Nervosität mit Schokolade, Alice mit Wein, Mortimer ist ein Nervenbündel, das sich mit dem Ticken eines Metronoms zu beruhigen sucht. Die Schauspielerinnen und Schauspieler fantasieren von Louises Tod, in Stummfilmmanier kommen Messer, Axt und Pistole ins Spiel, womöglich spielt auch der titelgebende Tee mit Zimt eine Rolle. 

Die Motive sind vielfältig: Mit Mortimers Freundin hat Louise eine Affäre und das, obwohl sie Linda eine gemeinsame Zukunft versprochen hat. Darüber hinaus kündigt Louise an, nach der Premiere das gesamte Team entlassen zu wollen - einschließlich Garderobiere Gabriella, die mutmaßlich immer den Zimt im Tee vergisst. Als tatsächlich eine Leiche auftaucht, wird es schwierig für den zufällig anwesenden Polizeiinspektor, der eigentlich nur sein Idol Alice Barber auf der Bühne sehen wollte. 

Dass ein lesbisches Paar mitspielt, ist zwar einem leichten Mangel an männlichen Schauspielern zu verdanken, erzählt Regisseurin Vollrath-Kühne; mit der gefundenen Lösung und den entsprechend umgeschriebenen Rollen ist sie nun aber sehr zufrieden. Sie hat sich ein kniffliges Stück für ihre erste Soloregiearbeit ausgesucht. Mit anderen gemeinsam hat sie schon mehrfach Regie geführt, diesmal trägt die volksbühnenerfahrene Theaterpädagogin die Verantwortung aber ganz allein.

Mit doppeltem Boden und menschlichem Drama bietet das Stück viel Raum zur Entfaltung für alle Beteiligten - mehr als „nur“ eine Kriminalkomödie.

Wer sich gut unterhalten, ein bisschen fürchten und auch in Agatha-Christie-Manier miträtseln wollte, war ganz richtig bei diesem vielschichtigen und gelungenen Stück der Volksbühne.

Rasante Komödie und gestohlener Wichtelring

Die Volksbühne wird in diesem Jahr noch drei weitere Stücke zur Aufführung bringen. 

Zwischen Freitag, 27. Oktober, und Samstag, 11. November, lädt die Amateur-Theatergruppe ins Kulturhaus Frankfurt, Pfingstweidstraße 2 in Frankfurt, zum Drama „Zweifel“ von John Patrick Shanley in der Inszenierung von Torsten Leiß. Der Vorverkauf läuft im Internet unter www.kulturhaus-frankfurt.de.

Die Komödie „Trink nicht, stirb trotzdem“ findet am gewohnten Platz im Kurtheater Bad Homburg statt. Aufgeführt wird das Stück von Sam Bobrick (Regie: Anna Altheim) am Samstag und Sonntag, 4. und 5. November, sowie am Dienstag, 7. November. Es geht darin um den Privatdetektiv Henry Flemming, der mit seiner Frau Karen zum Dinner eingeladen hat. Dieses verläuft turbulent, inklusive einiger Leichen. Die Volksbühne verspricht „eine rasante Komödie mit Spannung, schwarzem Humor und Running Gags.“ Tickets gibt es bei der Tourist Info + Service im Kurhaus (06172 178 37 10) oder unter www.frankfurtticket.de.

Die kleinen Zuschauer kommen dann im Dezember auf ihre Kosten. An sechs Terminen führt die Kinder- und Jugendgruppe „Die wundersame Welt der Wichtel“ - ein Weihnachtsmärchen“ von Louise Oppenländer (Regie: Louise Oppenländer und Anja Vollrath-Kühne) auf. Vorstellungen für Kindergartenkinder und Schulklassen gibt es am 13., 14., 15. und 18. Dezember, um 10 Uhr. Familienvorstellungen am 16. und 17. Dezember um 15 Uhr - jeweils im Kurtheater. Die Zuschauer erfahren, wie es bei den Wichteln in der Wichtelzentrale aussieht, was sie können und für was sie alles zuständig sind. Ganz wichtig ist der magische Wichtelring, durch den jede gute Tat, jeder gute Wunsch und alles, was bei den Menschen zu erledigen ist, auf die Reise geschickt werden muss. Der Ring wird gestohlen und ein spannendes Abenteuer beginnt. flon

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Kritik der Bad Homburger Woche vom 7.4.2022

Keine Scheu vor dem großen Vorbild

BAD HOMBURG - Volksbühne überzeugt mit "Sonny Boys" - Heute weitere Aufführung im Kurtheater
 

"Sie Quacksalber!" Al Lewis (Oliver Glaap) schimpft mit Doc Willie Clark (Michael Richter). FOTO: martina dreisbach 

 

Das mit der Tür ist nicht neu, aber gut. Hier sogar sehr gut. Sie klemmt. Der hochgewachsene Mann rüttelt an der Klinke, dass man um die Kulisse fürchten muss. Die aber hält, was sie verspricht. Er kriegt die Tür auf, tritt in den Raum - und ist an der falschen Adresse angekommen. In einem Versicherungsbüro mit einer herrlich wilden Aktenwand, Schreibtisch und einem couragierten "Bürofrollein" (Carmen Maus), das dem ungebetenen Besucher gehörig den Marsch bläst.

Der versteht nichts. Nicht, dass ihm nicht der rote Teppich ausgerollt wird, und schon gar nicht, dass er am falschen Ende der Stadt gelandet ist, im Osten, statt im Westen. Und das in New York.

Wo er nun das Vorsprechen für die Kartoffelchips-Werbung in der Agentur mit dem enervierten TV-Produzenten (Harald Tietz) fast verpasst, das ihm der Neffe erkämpft hat.

Ihm, dem gealterten Star der Comedy-Szene, der sich allerdings - und das ist und bleibt an diesem Theaterabend der Volksbühne komisch - immer noch, typisch Mann, für den Größten hält. Trotz der schlechten Ohren. Michael Richter gibt den Willie Clark mit links im gestreiften Pyjama, launig-fahriger Sprache, zerstreutem Wesen, ungebrochenem Selbstbewusstsein.

Kein schlechter Anfang, da will man mehr, am Samstagabend mit der Volksbühne im Kurtheater, bei der Premiere von "Die Sonny Boys", einem legendären Stück des amerikanischen Theaterschriftstellers Neil Simon. Und die bessere Hälfte ist schon im Kommen. Denn in dieser bissigen, aber auch den unabwendbaren Gang der Dinge persiflierenden Komödie geht es um zwei weltberühmte Komiker, die ein Leben lang gemeinsam gespielt haben, aber jetzt seit elf Jahren im Ruhestand sind und nun noch einmal in einer Fernsehshow zusammen auftreten sollen. Kein leichtes Unterfangen, denn die beiden konnten sich nicht ausstehen. Aber sie konnten auch nicht ohne einander. Beste Feinde.

Ein Klassiker mit Pfiff

Wichtigster Dritter ist der Neffe Ben Silverman (Alexander Schlaaff), der das Gezänke der beiden alten Streithähne erträgt, glättet und - aber nicht alles soll verraten werden.

Nach vielem Hin und Her, klemmenden Türen und dem sich verwehrenden Willie kommt es dann doch zu einer ersten Begegnung der einst unzertrennlichen Feinde: Al Lewis, als congeniales Gegenüber des Hühnen Willie, ausstaffiert von Oliver Glaap, der seine gepflegte Stimme mit altersvergesslicher Brüchigkeit ummantelt.

Das Stück hat Pfiff und lässt das Genre Theater mit seiner Unmittelbarkeit glänzen. Auch im Kleinen, bei den brillant besetzten Nebenrollen (das grinsende Skelett eingeschlossen), etwa der konfektessenden Krankenschwester (Simone Woyke).

Die Premiere des Stücks hat auch nach sechzig Jahren von seinem Witz nichts eingebüßt. Die Inszenierung trifft auf ein amüsiertes Publikum, das aus seinem Vergnügen an der versierten und spielfreudigen Truppe keinen Hehl macht, die Witze mit Lachen und Beifall goutiert und sich in der Pause in die gut gelaunte, aber ellenlange Schlange vorm Getränkebuffet einreiht. Regisseur Rainer Maria Ehrhardt hat sich von der durchaus weltberühmten Verfilmung mit Walter Matthau und George Burns nicht einschüchtern lassen. Da lässt langer Beifall natürlich nicht auf sich warten. Bravo!


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Viel Applaus für märchenhafte Inszenierung der Volksbühne

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